05.08.2013
zuletzt geändert: 06.11.2018

Weltverband der Kleintierärzte WSAVA: SHP-„Auffrischimpfungen“ sinnlos!
NEUE RICHTLINIEN FÜR WELPEN-IMPFUNG vom Mai 2013


Die jährlichen Impfungen machen unsere Tiere krank! Das sieht offenbar auch die Schulmedizin endlich ein. Der Weltverband der Kleintierärzte WSAVA hat eine neue Richtlinie für die Impfung von Hundewelpen verfasst.

Wichtigste Aussage: Die regelmäßig durchgeführten „Auffrischimpfungen“ gegen SHP (Staupe-Hepatitis-Parvo) erhöhen den Schutz der Impfung nicht.

Ist es nicht interessant? Während kein Mensch jemals auf die Idee käme, sich jedes Jahr durchimpfen zu lassen, wurden Hunde (und Katzen) viele Jahre lang einmal jährlich gegen alles durchgeimpft. Hundebesitzer, die ihre Hunde weniger häufig oder nur einmal impfen liessen, weil sie die Notwendigkeit jährlicher Auffrischungen hinterfragten oder mögliche schwere Nebenwirkungen fürchteten, wurden oft gerne als "unverantwortlich" und "Trittbrettfahrer" bezeichnet.

Nun gibt es vom "Weltverband der Kleintierärzte" (WSAVA) neue Richtlinien für die (Welpen)Impfung. Die wichtigsten Aussagen darin lauten: Für rund 98 Prozent der gegen Staupe-Hepatitis-Parvovirose (SHP) geimpften Welpen sollte ein jahrelanger, wenn nicht lebenslänglicher(!) Schutz bestehen. Regelmäßig durchgeführte "Auffrischimpfungen" erhöhen den Impfschutz nicht.

Gemäss WSAVA sollten Hunde so wenig Impfungen wie möglich erhalten, um die Gesundheit nicht unnötig zu belasten. Der Weltverband empfielt, Hunde nicht öfter als alle drei Jahre zu impfen - was aber nicht heisst, dass sie alle drei Jahre geimpft werden müssen! Bei bei einem immunen Hund bringen weitere Impfungen keinen zusätzlichen Schutz. Der WSAVA empfiehlt vielmehr, per Blutabnahme den Titer (die Antikörper) bestimmen zu lassen, bevor weitere Impfungen erfolgen.

Grundsätzlich empfielt der Weltverband, alle Welpen gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose zu impfen. In Ländern mit Tollwutvorkommen sollte die Tollwutimpfung ebenfalls zum Standardprogramm für Welpen gehören.

Gegen Leptospirose sollten Hunde nur geimpft werden, wenn sie in gefärdeten Regionen leben, wo das Risiko hoch ist, zu erkranken. Die Impfung hält nur 9 bis 12 Monate und wird als diejenige angesehen, die am wenigsten adäquat schützt, da die Impfseren nur wichtigsten aller vorhandenen Leptospiren-Stämme abdecken.

Auch die Ständige Impfkommission Vet. (StIKo Vet.) im Bundesverband Praktizierender Tierärzte hat ihre Leitlinie für die Impfung von Hepatitis, Staupe und Parvovirose auf ein dreijähriges Impfintervall angepasst.

Hier die Richtlininen der WSAVA als Original-PDF (in englisch)
www.wsava.org/sites/default/files/New%20Puppy%20Owner%20Vaccination%20Guidelines%20May%202013_0.pdf
Quelle: Hunde-Physio Hochrhein:

Im Zweifel nicht impfen. Impfen ist ein Aberglaube. Teilen hilft heilen!