Infektionskrankheiten durch Keime: Ein modernes Märchen
 Prof. Dr. med. habil. Dr. Dr. Karl J. Probst
 
"Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein."
- Goethe, Maximen und Reflexionen
 
"Da aber sah ich, dass denn meisten die Wissenschaft nur etwas ist, insofern sie davon leben, und dass sie sogar den Irrtum vergöttern, wenn sie davon ihre Existenz haben."
– Eckermann, Gespräche mit Goethe
 
Es gibt bestimmte Ereignisse, welche den Weltlauf verändern. Ein solches Datum ist der 23.3.1883. Mit diesem Datum wurde der Untergang der ärztlichen Kunst eingeläutet. An diesem Tag nämlich hat Robert Koch seinen berühmten Vortrag vor der Berliner Physiologischen Gesellschaft gehalten, auf der er den Tuberkulose-Erreger vorstellte. Mit diesem Vortrag festigte er die „Theorie der Infektionskrankheiten durch Keime“ von Louis Pasteur. Auch wenn Pasteur zu dieser Zeit selber schon Zweifel an seiner eigenen Keimtheorie hatte, konnte sich durch die Forschungsergebnisse Kochs die Auffassung der Krankheitsentstehung durch ein von außen angreifendes Bakterium durchsetzen. Die chemische Industrie erkannte nämlich sofort die phantastischen Möglichkeiten, die sich durch diese Auffassung der Krankheitsentstehung boten. Denn wenn ein von außen  angreifender Keim die Ursache einer Krankheit war, dann musste es logischerweise auch  möglich sein, durch ein Medikament, welches gegen diese Krankheitserreger wirksam ist, die Krankheit zu bekämpfen. Die Ära der Pharmaindustrie hatte begonnen.
 
Humoralpathologie und Zellularpathologie
 
Um zu verstehen, was an jenem 23.3.1883 wirklich geschah, muss man sich die Geschichte
der Medizin vergegenwärtigen. Schon im Altertum standen sich zwei Schulen der Krankheitsentstehung unversöhnlich gegenüber. Einerseits die Vertreter der Säftelehre,  die behaupteten, dass Krankheit durch ein gestörtes Körpermilieu entstünde (Humoralpathologie).
Andererseits die Vertreter der Lehre, dass Dämonen und magische, von außen kommende Beeinflussungen für Krankheit verantwortlich seien (Zellularpathologie). Durch den denkwürdigen Vortrag von Robert Koch war endgültig die Entscheidung zugunsten der Zellularpathologie gefallen.
 
Dennoch hatten schon Pasteur und unzählige andere Forscher entdeckt, dass die Mikroben lebendige Wesenheiten in ständigem Gestaltwandel sind. Die Tatsache der Transformation der Mikroben, welche als Pleomorphismus bezeichnet wird, entzieht der Keimtheorie Pasteurs definitionsgemäß die Grundlage. Pasteur selber konnte bereits beobachten, dass Keime in ihrem Milieu ruhen, bis Veränderungen in ihrer Umwelt auftreten, und vor allem dann virulent werden, wenn der Wirtsorganismus geschwächt ist. Inzwischen wissen wir, dass es keine statische Bakterienform gibt, sondern dass sich die Bakterien laufend  verändern, abhängig von ihrem sie umgebenden Milieu. Durch Änderungen des Milieus lässt sich sogar im Labor die Virulenz von Bakterien gezielt verändern. Diese Beobachtung allein steht bereits im Widerspruch zur Invasionstheorie von Pasteur und Koch.
 
Pleomorphismus

Inzwischen stützen sich weite Teile der Alternativmedizin auf diese aus dem Pleomorphismus
der Mikroben resultierende vollkommen andere Sichtweise von Gesundheit und Krankheit.
Auf der anderen Seite steht die milliardenschwere Industrie, die aus einer verkehrten Sichtweise von Gesundheit und Krankheit ihren Profit schlägt. Es werden die Zusammenhänge von Krankheit und Gesundheit verschwiegen. Außerdem war es dem Menschen schon immer unangenehm, für sich und seine Gesundheit selber Verantwortung übernehmen zu müssen. Deshalb wurden schon immer böse Geister oder sonstige magische von außen kommende Einwirkungen für Krankheit angeschuldigt. Jetzt endlich hatte dieses magische Denken eine Projektionsfläche gefunden in Form einer von außen angreifenden und etikettierbaren Krankheitsursache.
 
Der Niedergang der Medizin
 
Durch die Kochsche Entdeckung war endlich „wissenschaftlich“ bewiesen, dass nicht der Einzelne für seine Krankheit verantwortlich ist, sondern Schicksal. Nicht unsere täglichen Übertretungen der Naturgesetze machen uns krank, sondern Krankheitserreger. Nachdem der Einzelne mit seiner Krankheit nichts zu schaffen hat, konnte auch guten Gewissens die Verantwortung für die Krankheit auf Fachleute, die vorgeben, zu wissen, wie die Krankheit zu bekämpfen sei, abgewälzt werden. Der Mensch hatte damit endgültig die Verantwortung für sich auf Experten, welche ihn verwalten und letztlich „vergewalten“, abdelegiert. Auf diesem Irrglauben an eine von außen angreifende Krankheitsursache konnte erst die ganze krebsartig wuchernde Krankheitsindustrie entstehen. Dieser Krebs ist inzwischen größer als Rüstungsindustrie und Automobilindustrie. Aus Heilkunst wurde Medizintechnik.
 
Moderne Mythen
 
Der von interessierter Seite in die Gehirne der Menschen projizierte Irrglaube an eine von außen kommende Krankheitsursache hat noch andere schlimme Folgen:
 
-  Als erstes den Glauben, dass es so etwas wie „Ansteckung“ gibt. Auf diesem falschen Ansatz ist der gesamte Hygienekult aufgebaut, der inzwischen an sich selbst zu scheitern beginnt, denn eine immer größere Anzahl Studien belegt, dass durch übertriebene Sauberkeit und Keimfreiheit die Krankheitsbereitschaft gefördert wird, weil unser Immunsystem dadurch erlahmt, bzw. fehlprogrammiert wird. Durch die heutzutage  allgegenwärtig eingesetzten Antibiotika wird darüber hinaus auf die Mikroben ein starker Anpassungsdruck ausgeübt, so daß es mittlerweile Mikroben gibt, welche zu wahren Überlebenskünstlern mutiert sind, die gegen alle Antibiotika und sonstigen Kunstgriffe der Medizin gefeit sind und erstmals in der Geschichte der Menschheit tatsächlich eine ernste  Bedrohung für abwehrgeschwächte Personen darstellen können.  
 
- Als zweites den Glauben, dass es eine von außen angreifende Kraft gäbe, die Heilung im
Körper bewirken könne. Insbesondere die Idee, dass Medikamente heilen könnten, hat sich in fast allen Gehirnen fixiert – genauer genommen wird er von interessierter Seite schon  von frühester Kindheit an in die Menschen hineinprogrammiert. Auch dieser Wahn zeigt  seine Folgen. Studien aus den USA belegen, dass die vierthäufigste Todesursache auf die Nebenwirkungen von Medikamenten zurückzuführen ist. Es stimmt also tatsächlich: „Operation gelungen – Patient tot“.
 
-  Der Impfwahn ist unmittelbare Folge des irrationalen Glaubens an in den Körper
eindringende Krankheiten. Bakterien, Pilze, Viren sind Folge, nicht Ursache von
Krankheiten. Ihre Aufgabe ist die Heilung der Krankheit, denn sie bauen das durch verfehlte
Lebensführung geschädigte Gewebe ab und tragen damit zur Verbesserung der Ausscheidung bei. Der Impfwahn, der gutes Geld in die Kassen der Ärzteschaft und der  Pharmaindustrie spült, droht zu kippen: In den USA sind inzwischen derart viele Impfgeschädigte zu beklagen, daß die Pharmaindustrie vom Gesetzgeber gezwungen wurde,  10% der Umsätze aus Impfungen in einen speziellen Fonds einzuzahlen, um daraus die Behandlungskosten derImpfschäden zu finanzieren. Außerdem müssen immer mehr  Impfstoffe wegen ernster Nebenwirkungen vom Markt genommen werden.  
 
Was ist Krankheit?
 
Es ist das Verdienst der großen Ärzte des Altertums, unermüdlich darauf hingewiesen zu haben, daß der Mensch für seine Gesundheit selbst verantwortlich ist, weil er durch seine Lebensführung, insbesondere seine Ernährung, darüber entscheidet, wie seine Körpersäfte zusammengesetzt sind und seine Körperzellen funktionieren. Durch die Forschungen von Claude Bernard, Günther Enderlein und anderen wissen wir, dass die Milieubedingungen der Körpersäfte für die Gesundheit entscheidend sind. Krankheitserreger sind immer vorhanden und ruhen im Körper. Kommt es zu einer Verschiebung der Milieubedingungen, so bemüht sich der Körper, wieder normale Bedingungen herzustellen. Diese können mehr oder weniger heftig sein und treten als Befindlichkeitsstörung in Erscheinung. Häufig können sie  so unangenehm werden, dass sie subjektiv als Krankheit empfunden werden.
 
Je leistungsbetonter eine Gesellschaft, desto mehr Selbstheilungsbemühungen werden als Krankheit interpretiert. Umgekehrt gibt es eine Vielzahl interkultureller epidemiologischer Studien, die zeigen, dass beispielsweise Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Wechseljahre, Kinderkrankheiten, Altersschwäche und andere „Krankheiten“ von  Naturvölkern überhaupt nicht als solche wahrgenommen werden, so dass es nicht einmal  einen Namen dafür gibt, obwohl auch bei diesen Völkern dieselben Symptome wie bei der  uns so genannten „Krankheit“ auftreten. Offensichtlich haben sich diese Völker noch eine  gewisse Klarheit über die Zusammenhänge bewahren können.
 
Die überall vorhandenen Mikroben, seien es Bakterien, Viren oder Pilze, sind so lange harmlos, wie ein gesundes Körpermilieu herrscht. Kommt es zu einer Krankheit, dann verwandeln sich diese Mikroben und helfen dem Körper bei seiner Selbstheilung. Die Mikroben sind Folge, nicht Ursache von Krankheit. Sie beschleunigen den Heilungsvorgang und sind daher von entscheidender Bedeutung. Ihre Enzyme entgiften das gestörte Milieu. Totes Material ist ihre Nahrung. Das vergiftete Körpergewebe wird abgebaut, die toxische  Belastung wird vermindert. Sobald die Mikroben ihre Aufräumarbeiten abgeschlossen haben, geht ihre Zahl zurück und sie verschwinden. Mikroben sind somit ein Gradmesser für einen Krankheits-  und  Heilungsprozess,  nicht seine Ursache - so wie die Auspuffgase eine Verbrennung anzeigen, aber nicht deren Ursache sind.
 
Mikroben leben von organisch totem, also nekrotischem Gewebe. Wenn die Zahl der Bakterien zunimmt, heißt dies, dass sich nekrotisches, abzubauendes Gewebe angesammelt hat, nicht, dass Mikroben „plötzlich“ virulent, d.h. auf unerklärliche Weise bösartig geworden wären. Die aus dem Militärischen Jargon entnommenen Ausdrücke, wie „Angriff“  oder „Invasion“ sind irreführend. Mikroben sind nicht Feinde, sondern unsere Freunde. Wenn sie etwas angreifen, dann die toxischen Stoffe, die unsere Körpergewebe zerstören.  Ein Mikrobenangriff richtet sich niemals gegen funktionstüchtiges, lebendiges Gewebe. Das Körpermilieu entscheidet darüber, welche Art von Mikroben für die Reinigungsarbeiten am
besten geeignet ist. Diese Art an Mikroorganismen übernimmt dann diese Funktion. Je nach
Lokalisation und Art der toxischen Belastung kommt es also zu unterschiedlicher Besiedlung
mit Bakterien oder anderen Mikroorganismen. Obwohl es also in Wahrheit nur eine einzige
Krankheitsursache gibt, die Toxämie, imponieren unterschiedliche Krankheitsbilder, die ein
dickes medizinisches Wörterbuch mit gescheit klingenden lateinischen und griechischen
Diagnosen füllen, sowie die Geldbeutel einer ganzen Zunft.
 
Medizinischer Exorzismus
 
Der 3. März 1883 ist also ein Volkstrauertag für die ganze Menschheit, denn an diesem Tag gewann die Ideologie der Zellularpathologie die Oberhand über die Humoralpathologie. Seitdem ist die ganze Menschheit in eine babylonische Gefangenschaft abgeführt. Das hebräische Wort Babylon heißt „Verwirrung“. Das entsprechende griechische Wort heißt „diabolos“ und wird in der heiligen Schrift für Teufel eingesetzt. Die Handlanger des Teufels ziehen hinter den Kulissen die Fäden und achten sorgsam darauf, dass die breite Masse der verführten Menschen die einfachen Lebensgesetze hinter dem Schleier der Verwirrung nicht erkennen kann. Gesundheitspflege obliegt nicht mehr jedem Einzelnen, sondern ist von einem dunklen Schicksal abhängig und in die Hand von medizinischen Experten abgelegt worden.


Pharmazie und Medizintechnik zelebrieren modernen Exorzismus. Tatsache ist: Der einzige Angriff gegen den menschlichen Körper stammt von uns selbst, indem wir ihn bei unseren Mahlzeiten mehrmals täglich mit Giftstoffen vollstopfen. Durch den Kochvorgang gelangen gefährlichste Gifte in den Körper. Dies ist die Ursache der Toxämie und damit der Krankheiten. Es gibt nicht eine Vielzahl davon, sondern nur eine einzige: Die Vergiftung. Es kann nur einen einzigen Weg zur Genesung geben: Entgiftung!
 
Natürliche Gesundheitslehre
 
Diese Erkenntnis wird von der Natürlichen Gesundheitslehre (Natural  Hygiene) weitergeführt. Nicht von außen kommende „Erreger“ sind es, die Krankheiten verursachen, sondern die innere Vergiftung, die Toxämie oder Verschlackung des Terrains. Deshalb kann auch nie eine von außen kommende Maßnahme zur Genesung führen, sondern allein eine Entlastung des Stoffwechsels. Wasserfasten ist daher die einzig richtige Maßnahme zur Unterstützung der Heilung. Heilen kann nur der Körper selbst, niemals ein Medikament, eine Kur, Massagen, Physiotherapie, Handauflegen oder sonstige von außen kommende Handlungen.
 
Leider sind es nur einzelne Menschen, die durch diesen Schleier der Verwirrung sehen. In
unserem Wellness-Energie-Zentrum werden die Menschen seit Jahren auf der Grundlage obiger Ausführungen geheilt und beraten. Stets zeigt sich, dass Natürliche Gesundheitslehre nicht nur eine wunderbar transparente Theorie, sondern eine knallharte  Realität ist. In der Praxis wird sie ausnahmslos bestätigt. Im Einzelfall kann die Selbstheilung  dramatisch verlaufen, in seltenen Fällen lebensbedrohlich aussehen, weshalb ärztlicher Beistand geboten sein kann. Gerade bei schwer und chronisch Kranken, mit längeren und  unangenehmen Heilungskrisen, kann das Durchhaltevermögen des Therapeuten auf die  Feuerprobe gestellt werden, vor allem im Hinblick auf die immer wieder drohende Kriminalisierung des Therapeuten durch die sogenannten „Regeln der medizinischen Kunst“. Aber am Ende dieser Erstverschlimmerungen steht regelmäßig ein höheres Gesundheitsniveau. Der Therapeut ist Geburtshelfer und Zeuge dieser wunderbaren Selbstheilung. Diese ist zudem – Wunder über Wunder! – in jedem Lebensalter möglich. Es ist wie beim Tilgen von Schulden: bitter, aber irgendwann sollte man doch damit anfangen. Warum nicht heute?  

 

Quelle: Wandmaker aktuell 2-2000