27.10.2017

Pockenimpfung 1882 nutzlos und schädlich

Foto: Bilz, public domain.
Foto: Bilz, public domain.

Friedrich Eduard Bilz (* 12. Juni 1842 in Arnsdorf b. Penig; † 30. Januar 1922 in Radebeul) war ein deutscher Naturheilkundler, Lebensreformer und Impfgegner.

Er wird auch als Vater der volkstümlichen Naturheilkunde bezeichnet.

Seine Bücher erzielten eine Auflage von ca. 3,5 Millionen Exemplaren und wurden in zwölf Sprachen übersetzt.

Auszüge aus seinem Buch: „Das neue Natur-Heilverfahren“, Dresden-Radebeul 1900, 100. Auflage, zum Desaster der Pockenimpfung:


Impfung.
Impffreunde und Gegner quälen sich seit Jahren ab, um durch Statistik den Nutzen oder Schaden der Impfung zu beweisen. Die Art und Weise, wie bisher die Impfstatistiken aufgenommen wurden, ist aber leider eine falsche und so können wir deshalb auf die aufgenommenen Impfstatistiken gar nicht viel Gewicht legen...


Impfung. (Wie wird die Pockenlymphe hergestellt?)
Von Dr. med. Böhm


Sehen wir einmal zu, was denn die Schutzpockenlymphe vom heutigen Standpunkte der ärztlichen Wissenschaft für ein Ding ist. Hierzu müssen wir die Art und Weise der Lymphegewinnung uns vor Augen führen. Aus den angestochenen Blattern eines geimpften Kindes wird die aussickernde Flüssigkeit entnommen. Diese wird alsdann auf eine Impflanzette gethan und mit dieser werden auf dem Bauche eines Kalbes lange seichte Schnitte gemacht. Nach vier Tagen ist die ganze Bauchfläche des Kalbes, besonders aber die Schnittränder, hochgradig entzündet und mit entzündlicher Ausschwitzung getränkt. Nunmehr wird mit einem scharfen Haken die Bauchfläche des gefesselten Tieres abgekratzt. Man kann sich denken, daß das Impfopfer vor Schmerz am ganzen Körper zittert und ängstlich heult, zumal die wunde Bauchfläche den empfindlichsten Teil des Tieres abgiebt. Dieses abgekratzte Zeug (derb deutsch ausgedrückt: dieser Dreck) ist der Grundbestandteil der Schutzpockenlymphe. Er besteht aus verhornten Oberhautzellen, aus erweichten Oberhautfetzen, aus Lymphe, zersetzter Lymphe, Blutwasser, zersetztem Blutwasser, Blut, zersetztem Blut, Eiterkörperchen, zersetzten Eiterkörperchen, bei der Abschabung losgerissenen Kapillaren, sowie endlich aus Ptomainen (Leichnamsgift). Schon dieser Urbrei für die Schutzpockenlymphe ist ein wechselnder, bald enthält er mehr Blut, bald mehr Eiter, als ein von einem anderen geimpften Kalbe genommener Brei. Nun wird diese Grundmasse fein verrieben, worauf man die Kalbscreme, damit sie dünner wird, mit der 4-6fachen Menge Glycerin vermengt. Hierauf ist diese Schutzpockenlymphe fertig und nun kann geimpft werden. Nun, es gehört eine große Vertrauensseligkeit dazu, zu glauben, daß durch Einverleibung von 1-2 Tropfen dieses Pockensurrogats die Blattern verhütet werden können; es gehört hierzu der unbedingte Autoritätenglaube, die vollkommene Unterdrückung des Selbstdenkens von seiten des Arztes.“

 

Impffrage.
Geheimer Hofrat Dr. Schürmeyer in Freiburg schreibt: „Ich habe 43 Jahre in meinem Bezirk von 25.000 Einwohnern die Impfung ausschließlich besorgt und zwar mit aller menschenmöglichen Vorsicht im Vollzuge. Nach 40 Jahren überzeugten mich Statistik und Erfahrung bei den über 10.000 Geimpften, daß Geimpfte von natürlichen Pocken fast in demselben Verhältnisse befallen werden, wie Nichtgeimpfte und letztere bei richtiger Behandlung so sicher genesen können wie erstere. Auch bei bestmöglichem Impfstoff und richtiger Handhabung der Impfung sind zufällige schwere und selbst lebensgefährliche Folgen, wie Erysipel, Drüsenkrankheiten etc. unvermeidlich. Ich halte deshalb die Impfung nicht nur für nutzlos, sondern der unvermeidlichen Folgen wegen für gesundheits- und lebensgefährlich.“ (Aus „Zur Aufklärung in der Impffrage von Dr. med. Hugo Meyer, Aachen 1882, Seite 40.)

Impfung, Bewahrung vor den schlimmen Folgen derselben.
Wenn je eine zwangsweise Impfung erfolgt ist, so giebt es wohl Mittel, die vergiftende Wirkung derselben aufzuheben; das beste Mittel besteht darin, daß sofort nach der Impfung die Mutter des Kindes oder eine andere Person die Impfstelle mit dem Munde kräftig aussaugt, womöglich bis Blut zum Vorschein kommt und selbstverständlich das Ausgesogene ausspuckt und den Mund ausspült. Hierauf legt man einen kleinen erregenden Umschlag (kalt, feucht, mit Flanell bedeckt) darauf und wechselt denselben je nach guter Erwärmung, alle 3 – 6 Stunden, 24 Stunden hindurch.
Dieser erregende Umschlag setzt die aussaugende Wirkung gelinde fort. Sehr zu empfehlen ist ferner, wo sich Gelegenheit hierzu bietet, sobald als möglich nach der Aussaugung des Impfstoffes ein kräftiges Schwitzbad, sei es durch Dampf, Sonnenbad oder feuchte Einpackung, folgen zu lassen.
Da durch die Impfung nicht allein das Impfgift, sondern auch andere Krankheitsstoffe (z.B. Syphilis) mit übertragen werden können, so empfiehlt es sich, etwa 8 – 14 Tage nach der Impfung täglich einmal eine Einpackung (Ganz-, Dreiviertel- oder Rumpfpackung, am besten Ganzpackung) mit besonderem Umschlag auf die Impfstelle zu machen. Diät: Hafer- oder Gerstenschleim.
Die Impfung von „Vieh-Eiter“ ins höher organisierte Menschenblut ist vor dem Forum der Vernunft eine der traurigsten Verirrungen des menschlichen Geistes!
Über das Aussaugen*) oder Abwischen des Impfstoffes wird freilich der Impfarzt ungehalten (sogar auch mehr als dies) werden, doch hat man gelassen darauf nur zu erwidern, daß dies Verhalten dem Wortlaut des Impfgesetzes nicht entgegen und der Arzt lediglich gehalten ist, das bei der im § 5 vorgeschriebenen Gestellung des Impflings vorgefundene und im § 10 bezeichnete Untersuchungsergebnis über die „Wirkung“ der Impfung zu bescheinigen; wenn die Impfung wirkungslos geworden sei durch das Aussaugen oder Abwischen des Impfstoffes, so wisse man, daß die Impfung „im nächsten Jahre wiederholt werden müsse.
*) Statt des Aussaugens empfiehlt der Verfasser nur auswischen, solches genügt auch, wenn gleich darauf eine erregende Kompresse auf die betreffende Stelle gelegt und nach 2 – 3 Stunden gewechselt und 2 – 3 erregende Ganzpackungen die erste Woche gegeben werden.“

 

Eingereicht und abgetippt von El Ce. Vielen Dank!

Fotos: Bilz, public domain.

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Bilz-Pockenimpfung 1900, 100. Aufl.pdf
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Siehe auch hier zu Pocken allgemein.