Australische Impf-Doku

Wie funktioniert Desinformation?                             

von Bert Hoscheit, Aegis Luxemburg, 25.10.2014

 

Stellungnahme zur TV-Sendung „Impfen - Risiko mit Methode“ auf Arte am 24.10.2014, der deutschen Fassung von „Jabbed“ („Gestochen“), australische Doku aus dem Jahre 2013 von Sonya Pemberton.

 

Die Doku gibt vor, eine ausgewogene Auseinandersetzung mit dem Thema zu machen, ist aber in Wirklichkeit eine vorrangig einseitige Darstellung der Impfbefürworter.

Foto: ARTE
Foto: ARTE


 

Ich muss gestehen, der Film ist perfekt gemacht - im Sinne von Manipulation, Halbwahrheiten und Desinformation. Woran kann man das erkennen?

 

* Der Film arbeitet mit schnellen Sequenzen und einer Flut an Informationen, durchsetzt mit persönlichen Schicksalen, die sehr gefühlsgeladen sind. Die Gefühle beeinflussen uns stärker als theoretische Informationen („Der kleine Junge ist rechtzeitig aus dem Spital entlassen worden, um zur Beerdigung seiner Schwester zu kommen“. Beide litten an einer Pneumokokken-Erkrankung und waren nicht geimpft; der kleine Osman hängt an den Apparaten in der Klinik und leidet an Keuchhusten, zum Glück wird er gerettet, er war nicht geimpft ...“der Erreger war schneller“). Wer fühlt sich bei solchen Bildern und Ereignissen nicht betroffen?

 

* Es kommen keine impfkritischen Wissenschaftler zu Wort. Dagegen aber einige Persönlichkeiten, die uns als seriöse Spezialisten dargestellt werden, unter anderem ein Psychologe, eine Anthropologin, ein Immunologe, der homöopathische Arzt der Queen, und andere.

 

* Die Doku geht sehr ausführlich auf die Geschichte der Impfungen ein, in einer Darstellung, die auf der traditionellen „Infektionstheorie“ beruht. Daher schwirren stetig Mikroben und Viren durch den gesamten Film, die uns bedrohen. „Die Krankheiten sind klüger als wir. Sie haben Methoden erfunden, unser Immunsystem zu umgehen, wenn wir es nicht aufrüsten“, behauptet der Immunologe Sir Gus Nossal, 81. Diese Theorie hält neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht stand und gehört ins Archiv der früheren Schulmedizin. Mit einem toll gemachten Zeichentrickfilm sieht man, wie die Antikörper mit Raketen auf die Eindringlinge schießen.

 

=> Diese Vorstellung vom Immunsystem als Kampf in unserem Körper sollte man überdenken. Krankheiten haben andere Ursachen als Viren: Mangel, Vergiftung, Schock.

 

* Nebenwirkungen werden als äußerst selten dargestellt, was eine glatte Verfälschung der Tatsachen ist. Es wird behauptet, die Ursachen von Krankheitsbildern, wie Autismus, seien auf genetische Defekte zurückzuführen und könnten auch ohne Impfung auftreten.

 

=> Dagegen sind die Zusammenhänge zwischen Autismus und Zusatzstoffe in Impfungen, sowie deren Vertuschungsversuche bestens dokumentiert.

 

* Es wird argumentiert mit der Aussage, dass das Leben nicht ohne Risiko sei, wir es aber trotzdem leben würden. So müssten wir auch ein (sehr geringes) Risiko bei Impfungen mit einkalkulieren.      

 

=> Das Gegenteil ist der Fall. „Impfen nützt nichts. Impfen schützt nicht, Impfen schadet.“ (Dr. Gerhard Buchwald)

 

* Die Zusatzstoffe in Impfstoffen, wie die schwer toxischen Gifte Aluminium und Quecksilber, werden mit keinem Wort erwähnt.

 

* Es wird mit vielen Zahlen operiert, die den Fakten nicht standhalten. Es wird von Tausenden von Ansteckungen bei verschiedenen Krankheiten und einigen Toten gesprochen. Die Zahlen tragen ebenfalls dazu bei, Angst zu schüren. So zum Beispiel wird der Tod von angeblich nur 4 Mädchen in Indien nach der HPV-Impfung noch dazu relativiert, indem behauptet wird, dass es keinen Zusammenhang mit der Impfung gäbe. Dagegen würden (ohne Impfung) Jahr für Jahr 70.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs in Indien sterben.

 

=> Die bekannten Nebenwirkungen der HPV-Impfung sind weitaus größer; dagegen das Risiko, an diesem Krebs zu sterben, bei angemessener Vorsorge und Behandlung, sehr gering. Die Zahlen werden manipuliert, um Angst zu verbreiten und zur Impfung anzuregen.

 

* Ein Junge, der wegen der Impfung an Polio erkrankt ist, hatte Pech; die Ursache war ein Fehler des Labors. Dann wird suggeriert, dass dies nur 1 Fall unter 1 Million sei und dass durch solche bedauernswerten „Unfälle“ die Forschung sich ständig verbessern würde.

 

* Es werden ein paar weitere zaghafte Zugeständnisse gemacht. Impfstoffe seien nicht perfekt, aber sie würden ja ständig verbessert und angepasst. Vernünftige Fragen stellen geht in Ordnung, „Kritik kann positive Entwicklungen in Gang setzen, aber Gerüchte können manchmal großen Schaden anrichten.“ Damit werden die Impfkritiker dem unwissenden Publikum so dargestellt, als ob sie sich nicht ernsthaft mit der Thematik auseinander setzen würden und als ob es keine sehr gute begründete wissenschaftliche Impfkritik seit über 100 Jahren geben würde.

 

* Es wird dazu aufgerufen, eine 100% Durchimpfungsrate bei allen Krankheiten erreichen zu wollen und die Impfgegner würden dieses schöne Ziel verhindern, religiöse Fundamentalisten werden dabei besonders ins Visier genommen. Dies ist die übliche Masche der Verdrehung der Tatsachen.

 

„Seine Liebsten vor Krankheit zu bewahren ist ein Grundbedürfnis des Menschen.“ Diese Aussage des Dokumentarfilms können wir teilen. Aber es gibt andere Wege als Impfungen, um die Gesundheit zu erhalten.

 

ARTE-Sendung:

http://www.arte.tv/guide/de/050527-000/impfen-risiko-mit-methode

 

Original-Doku (90 Minuten):

„JABBED, Love, fear and vaccines“, made by 2012 Emmy Award-winning Australian documentary filmmaker Sonya Pemberton, travels the globe to look at the real science behind vaccinations, tracks real epidemics, and investigates the real cost of opting out. Talking with vaccine-makers, alternative healers, psychologists, anthropologists, and parents, the film poses the potent question: what would you do to protect the ones you love?

http://www.sbs.com.au/shows/jabbed/about/page/i/1/h/Home/

http://www.pembertonfilms.com.au/pemberton-films-history.html   

 

Text leicht überarbeitet aus dem Rundbrief „Wie funktioniert Desinformation?“ von Aegis Luxemburg vom 25.10.2014: http://aegis.lu.

 

Anm. d. Red.: Die Originalfassung von 90 Min. ist derzeit nicht online zu finden. Die ARTE-Fassung ist ja mit knapp 60 Min. um ein Drittel, 30 Min., gekürzt. Es wäre interessant zu erfahren, was man weggelassen hat. Sind es etwa eher impfkritische Teile?


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